FRÜHLINGSERWACHEN – NATÜRLICHES SONNENLICHT STEIGERT DAS WOHLBEFINDEN

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Wie schön die letzten Tage doch waren. Man steht morgens auf, es ist hell, die Sonne scheint, die Temperaturen liegen weit über 10 Grad Celsius, die Laune steigt – wunderbar, so kann der Tag beginnen. Die Natur erwacht langsam aus dem Winterschlaf, nun ist auch für uns die Zeit gekommen, es ihr gleich zu tun. Der Frühling ist die beste Gelegenheit, in der freien Natur das eigene Wohlbefinden zu steigern, da unsere Lebenskraft bzw. Energiestark davon abhängt, wie viel natürliches Tageslicht wir bekommen.

Natürliches Tageslicht hat einen gravierenden Einfluss auf unser Wohlbefinden, unsere Gesundheit und unser emotionales Gleichgewicht. Künstliches Licht, die wenigen Sonnenstunden im Winter und die meist trockene Heizungsluft, machen uns dagegen lethargisch und müde. Laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation(WHO) tragen Menschen, die wenig Zeit im Freien verbringen und nachts viel unter künstlichem Licht arbeiten, ein signifikant erhöhtes Krankheitsrisiko in sich. Sie leiden unter anderem an Magen-, Darm-, Herzkreislauf-Erkrankungen, an Schlafstörungen oder haben gar psychische Probleme. Mediziner bezeichnen diese jahreszeitabhängige Veränderung der psychischen Großwetterlage, die sich in depressiven Verstimmungen, Ängsten oder unbegründeter Traurigkeit zeigen kann, als „SAD“ (seasonal affectice disorder) und führen dies auf einen Mangel an Sonnenlicht zurück. Das Problem liegt daran, dass elektrisches Licht in geschlossenen Räumen nicht in der Lage ist, unseren Organismus ausreichend zu versorgen, da sogar ein perfekt beleuchtetes Zimmer gerade mal 800 Lux (SI-Einheit der Beleuchtungsstärke) schafft. Wenn wir jedoch die Kraft der Sonne an einem bewölkten, trüben Wintertag unter freiem Himmel näher betrachten, herrschen dort über 3000 Lux und über 10.000 Lux an einem sonnigen Tag im Schatten.

Forscher haben vor einigen Jahren herausgefunden, das Sonnenlicht wie ein Medikament wirkt. Es liegt daran, dass auf der Netzhaut des Auges nicht nur Zellen sitzen, die dem Sehen dienen, sondern auch spezielle Rezeptoren, die Lichtstrahlen aufnehmen und ins Innere des Gehirns weiterleiten, zum sogenannten supraspinatischen Kern. Dieser schickt dann einen Impuls zur Zirbeldrüse, die dann die Produktion des müde machenden Hormons Melatonin zu unterbinden beginnt. Zur gleichen Zeit wird die Herstellung des wachmachenden Botenstoffes Cortisol sowie der Hormone Serotonin und Dopamin eingeleitet. Das hat zu Folge, dass wir uns wacher und leistungsfähigerfühlen. Mediziner sind sich einig, dass Sonnenlicht positive Empfindungen freisetzt und die Psyche in Balancebringt. Außerdem macht uns Sonnenlicht gesund und glücklich und steigert unser Selbstbewusstsein und unsere Lebenskraft.

Sogenannte “Grüne Aktivitäten” wie Radtouren, Spaziergänge, Angeln, Reiten oder Gartenarbeit spielen ebenfalls eine große Rolle in Bezug auf unser Befinden und unsere Energie. Studien haben ergeben, dass z. B. Spaziergänge in der Natur mit Entspannungstechniken vergleichbar sind, dabei wird der Herzschlag beruhigt, der Blutdruckgesengt und unser emotionales Befinden ins Gleichgewicht gebracht. Außerdem sind  Forscher zu der Erkenntnis gekommen, dass der Effekt der „grünen Aktivitäten“ bereits nach fünf Minuten einsetzt. Dieser wird noch verstärktwenn Gewässer wie Seen oder Flüsse das Grün der Natur abrunden.

Jeden von uns kann also ganz leicht sein Wohlbefinden steigern. Oft reichen schon 10 Minuten morgens an der frischen Luft. Der Organismus reagiert morgens besonders sensibel auf Licht und der Effekt ist um so größer. Ob wir unser Auto mal weiter entfernt parken oder eine Haltestelle früher aussteigen, beides reicht schon aus, um in den Genuss dieser morgendlichen Energiedusche zu kommen.

Was sonst noch hilft:

  • Mittagspause nutzen, um frische Luft zu schnappen
  • In geschlossenen Räumen für bestmögliche Beleuchtung sorgen
  • Auf Rollos oder Vorhänge verzichten, um möglichst viel Licht durch die Fensterflächen eindringen zu lassen
  • Pflanzen ins Büro stellen
  • Regelmäßig lüften und so verbrauchte gegen frische Luft tauschen
  • Den Vitamin-D-Status checken lassen, da dieses Vitamin wichtig für unsere Energie ist und vom Körper vornehmlich unter freiem Himmel gebildet wird

Der April hat sonnig und mild begonnen. Wir hoffen dass es so bleibt und uns noch viele trockene und heitere Tage in diesem Monat bevorstehen.

Quellen: focus.de, nachrichten.de

Foto: Schild im Blumenbeet – Endlich Frühling © Zerbor – Fotolia.com (ID80260888)

 

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