NATIONALER WOHLSTANDSINDEX FÜR DEUTSCHLAND

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Für den nationalen Wohlstandsindex (NAWI-D) wurden im Zeitraum von Juni 2012 bis März 2014 16.000 Personen in Deutschland dazu befragt, was sie unter Lebensqualität  und Wohlstand verstehen und wie sie ihre eigene Lebenssituation beurteilen.

Professor Dr. Horst W. Opaschowski stellte gemeinsam mit Ipsos, einem international tätigen Marktforschungsunternehmen, den NAWI-D in Berlin vor. Drei Viertel der Deutschen (75%) antworten auf die Frage, was sie unter Wohlstand verstehen: „Keine finanziellen Sorgen haben“. Allerdings geben nur 36% der Befragten an, aktuell auch keine Geldsorgen zu haben. Ein sicheres Einkommen (68%) und ein sicherer Arbeitsplatz (62%) stehen ebenfalls ganz oben auf der Wunschliste. Werte wie „sich eine gute medizinische Versorgung leisten können“ spielen für jeden zweiten Befragten (55%) eine wichtige Rolle.

Obwohl es Deutschland gut geht – Steuermehreinnahmen, Exporte erreichen Höchstwerte, Politik hat Grund zum Optimismus – fällt jeder vierte Deutsche (23%) in die niedrigste Gruppe des ökonomischen Wohlstands. Das bedeutet nicht, dass jeder vierte Bundesbürger arm sei, er fühle sich aber armutsgefährdet. Hochgerechnet leben über 16 Millionen Menschen ab 14 Jahren in Deutschland zwischen Noch-Wohlstand und Schon-Armut.

Die Gewinner im Bundesländervergleich sind Hamburg (54%) und Bayern (53%). Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt (je 33%) die Verlierer der Wohlstandsverteilung. Rückschlüsse auf ein mögliches West-Ost-Gefälle lassen sich auf der Wohlstandskarte Deutschlands nicht erkennen. So schätzen sich die Thüringer ähnlich wohlhabend ein (40%) wie die Hessen (39%). Menschen in Mecklenburg-Vorpommern (40%) können jedenfalls einem Vergleich mit den Rheinland-Pfälzern (41%) standhalten, weil sie den größten ökologischen Wohlstand in Deutschland aufzeigen. Demnach sind Naturnähe und Nachhaltigkeit auch jenseits von Arbeit und Brot ein Indikator für Wohlstand und Lebensqualität.

Weitere Informationen zu den Forschungsergebnissen finden Sie auf der Website von Ipsos und auf Marktforschung.de

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