NORDDEUTSCHE IM GLÜCK – DER GLÜCKSATLAS DER DEUTSCHEN POST

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Bereits zum fünften Mal erhebt der Deutsche Post Glücksatlas wegweisende Zahlen und Daten zur Zufriedenheit in Deutschland. In der umfangreichen Studie teilten die Meinungsforscher Deutschland in 19 Regionen auf. Bundesländer mit einer hohen Bevölkerungsdichte wie z. B.  Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg wurden in einzelne Landstriche getrennt. Saarland und Rheinland-Pfalz wurden dagegen zusammengefasst. In die Auswertung wurden auch Daten des Instituts für Demoskopie Allensbach, des sozio-ökonomischen Panels und des Meinungsforschungsinstituts Dimap berücksichtigt.

Die Fragestellung lautete wie folgt: “Wie zufrieden sind Sie gegenwärtig, alles in allem, mit Ihrem Leben?” Als Antwort auf diese Frage konnten die Teilnehmer eine Zahl zwischen 0 und 10 angeben, wobei O für “ganz und gar unzufrieden” und 10 für “ganz und gar zufrieden” stand.

Das Ergebnis: Deutschland ist etwas glücklicher als im Jahr 2014 und zwar um 0,02 Punkte (2014: 7,00 und 2015: 7,02). Das Gefälle zwischen West und Ost ist seit der Wiedervereinigung so gering wie noch nie und liegt bei 0,15 Punkten. Die glücklichsten Menschen leben in Schleswig-Holstein (7,36 Punkte), somit hat sich das nördlichste Bundesland zum dritten Mal in Folge Platz 1 auf der Glücksskala gesichert. Der Norden landet nicht nur in Deutschland immer wieder beim Glücks-Ranking weit oben, sondern auch im internationalen Vergleich. Länder wie Finnland, Dänemark oder Schweden führen das Länder-Ranking deutlich an.

Doch was bedeutet Lebensglück eigentlich und was ist ausschlaggebend dafür, dass wir Glück empfinden? Diese Frage ist sehr schwer zu beantworten und auch Experten sind zum Teil über die Ergebnisse der Studie verwundert. Obwohl Mecklenburg-Vorpommern ebenfalls über kilometerlange Strände und eine wunderschöne Landschaft verfügt, leben hier die unglücklichsten Menschen des Landes (6,67 Punkte). Hier sind die Mieten noch klein, Bauland noch erschwinglich, doch das durchschnittliche Einkommen ist nirgendwo sonst so niedrig, was anscheinend großen Einfluss auf das Glücks-Empfinden der Menschen hat. Doch warum spielen wirtschaftliche Gründe kaum eine Rolle beim Spitzenreiter Schleswig-Holstein, obwohl es unter den westdeutschen Bundesländern das ärmste ist? Laut Bernd Raffelhüschen, Freiburger Dempografieforscher und Studienautor, sei bei den Nordlichtern die Mentalität ausschlaggebend.

Ergebnisse des Glücksatlas der Deutschen Post:

  1. Schleswig-Holstein (7.36 Punkte)
  2. Baden (7.22 Punkte)
  3. Niedersachsen / Nordsee (7.17 Punkte)
  4. Hamburg (7.14 Punkte)
  5. Franken (7.14 Punkte)
  6. Hessen (7.13 Punkte)
  7. Württemberg (7.12 Punkte)
  8. Nordrhein / Düsseldorf (7.11 Punkte)
  9. Niedersachsen / Hannover (7.08 Punkte)
  10. Bayern (Süd) (7.07 Punkte)
  11. Westfalen (7.07 Punkte)
  12. Nordrhein / Köln (7.07 Punkte)
  13. Rheinland-Pfalz / Saarland (7.05 Punkte)
  14. Berlin (6.89 Punkte)
  15. Sachsen (6.82 Punkte)
  16. Thüringen (6.80 Punkte)
  17. Brandenburg (6.76 Punkte)
  18. Sachsen-Anhalt (6.69 Punkte)
  19. Mecklenburg-Vorpommern (6.67 Punkte)

Beim Lebensglück spielen viele Faktoren eine Rolle, ob Partnerschaften, Armut, Arbeitslosenquote, die Preise für Bauland, die Landschaft an sich etc. – die Mischung machts.

Quelle: sueddeutsche.de, derwesten.de, gluecksatlas.de

Foto: Flensburg im Winter © Inga Nielsen – Fotolia.com (ID35315942)

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